ENERGIE. Die Delegation befand sich auf dem Weg zur Schweizer Muttergesellschaft ihres Nahverkehrsbetreibers CarPostal, als der Grand Dole die Anmerkungen der Ademe zum Projekt MOBILHyTEst zur Kenntnis genommen hat, in dem die Zukunft einer auf Wasserstoff basierenden Mobilität untersucht werden soll.

Die Partner dieses Projektes, Antwort auf einen Projektaufruf im Rahmen der Zukunftsinvestitionen, müssen ihren Vorschlag wohl überarbeiten.

Als Koordinator des Projektes versucht der Kompetenzcluster Véhicule du Futur in den nächsten Tagen eine «abgesprochene Antwort» zu finden.

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Claude Chalon, Präsident des Grand Dole, verhehlte nicht seine Verärgerung, als
er die Empfehlungen der Ademe las, die mit der Verwaltung der Projekte betraut
ist, die die Möglichkeiten der Nutzung von Wasserstoff als Treibstoff
untersuchen sollen.

Die Hilfen des Staates sind die Grundlage des zukünftigen Institutes ISTHY,
 gedacht als Stütze eines neuen Wirtschaftszweiges, dessen Vitrine der Grand Dole
gerne sein möchte. Hierzu stützt der Grand Dole sich auf zwei lokale
Industriepartner: MaHyTec, Hersteller von Wasserstofftanks, und Solvay,
 Produzent von Wasserstoff und Brennstoffzellenmembranen.

Das Institut könnte von Hilfen in Höhe von etwa 50% der geschätzten 5,3
 Millionen Euros seitens der Ademe profitieren. Das ISTHY vereint unter einem
Dach ein Entwicklungs-, Zertifizierungs- und Ausbildungszentrum zum Thema
Wasserstoffspeicherung, sowie eine Wasserstofftankstelle.
Gleichzeitig würde das Institut FC Lab der UTBM (Technische Universität Belfort 
Montbéliard) seine Forschung zur Brennstoffzelle weiterführen.

Das Projekt MOBILHyTEst schließt auch zwei Demonstratoren im Einzugsgebiet des
 Grand Dole ein: einen Minibus und ein Müllfahrzeug, die jeweils mit einer
 Brennstoffzelle betrieben werden sollen. 
In Belfort plant der lokale Nahverkehrsbetreiber SMTC (Syndicat Mixte des
 Transports en Commun) die Anschaffung eines Brennstoffzellenbusses, wie
diejenigen, die seit dem letzten Dezember beim Schweizer Betreiber CarPostal
 Voegtlin-Meyer AG in Brugg im Kanton Aargau eingesetzt werden.

Das Schweizer Beispiel CarPostal

Beat Mueller, Direktor Internation bei CarPostal, ist voll des Lobes für diese 
neue Form von Energie: «Die Brennstoffzelle ist neutral im Hinblick auf CO2 und macht den Motor geräuscharm. Außerdem werden keine schädlichen Emissionen erzeugt, sondern lediglich Wasserdampf».

Im Hinblick auf den Betrieb kann von Rentabilität noch nicht gesprochen werden.
 Das Fahrzeug ist fünf- bis sechsmal teurer als ein klassischer Bus (2 Millionen
Schweizer Franken pro Fahrzeug von Mercedes-Benz bei CarPostal), da es sich im
 Augenblick noch um Einzelanfertigungen handelt.

Die Errichtung der Wasserstoffproduktionseinheit und der Wasserstofftankstelle
 haben ebenfalls 2 Millionen Schweizer Franken gekostet. Beat Mueller weist
darauf hin, dass die Produktionseinheit nicht zu weit vom Busdepot entfernt sein
sollte, sofern der Wasserstoff mit Lastwagen zur Station transportiert werden
 muss.

Zur Finanzierung des Projektes hat sich CarPostal dem europäischen Projekt CHIC 
(Clean Hydrogen in European Cities) angeschlossen, in dem auch das Institut Paul
Scherrer, welches über Energie forscht, mitarbeitet. «Wir wollen die Entscheider davon überzeugen, dass Wasserstoff und Brennstoffzellen technisch machbar und wirtschaftlich verantwortbar sind», sagt 
Marieke Reijalt, Koordinatorin des 42 Millionen Euros schweren europäischen
 Projektes.

Ende dieses Monats wird diese Technik sicherlich ihren Platz in den Medien
finden : Sechs Brennstoffzellenbusse fahren während der Olympischen Spiele in 
London. Eine weite Verbreitung dieser Technik erwarten die Spezialisten jedoch
 nicht vor Ende dieses Jahrzehnts.

Wie funktioniert die Brennstoffzelle?

Das Prinzip der Brennstoffzelle ist einfach. Nach der Formel des Physikers 
Schönbein gilt : Wasserstoff + Sauerstoff = Wasser. In der Brennstoffzelle 
generieren die beiden Elemente Energie, die dann einen elektrischen Motor
antreibt.
 Bei der Bremsung wird übrigens Energie zurückgewonnen und in einer
 Lithium-Ionen-Batterie gespeichert.
 Die Auftankung des Brennstoffzellenbusses dauert nur 5 bis 10 Minuten. Die
 Reichweite liegt bei etwa 250 km.

Die Wasserstoffspeicher mit insgesamt 35 kg
 Wasserstoff und die Brennstoffzelle sind auf dem Dach untergebracht, die 
Hilfsaggregate im hinteren Bodenbereich.

Dieses text in Franzose, am 5. Juli 2012 : La Franche-Comté recharge ses piles à combustible

Lesen Sie hier den Traces Ecrites Artikel : : Dole carbure à l'hydrogène (in 
französisch)

Merci à Thomas Röhr, titulaire de la Chaire Mobilité à l’Ecole Supérieure des Technologies et des Affaires (ESTA) à Belfort, d'avoir traduit cet article.

Fotos: CarPostal und Traces Ecrites

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